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AWO übernimmt Federführung der LIGA Saar

AWO übernimmt für die nächsten zwei Jahre die Federführung der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Saar

Turnusgemäß wechselt die Federführung der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Saar zum 1. Januar 2014 vom Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zum Landesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Bei der Übergabefeier in der AWO-Werkstätte für behinderte Menschen in Ensdorf hielt DRK-Landesgeschäftsführer Günther Batschak Rückblick auf die Arbeit der letzten zwei Jahren und hob vor den zahlreich erschienenen Vertretern aus Politik und LIGA-Verbänden das zentrale Ziel der Arbeitsgemeinschaft hervor: „So unterschiedlich unsere Mitgliedsverbände auch sind, in einem sind wir uns immer einig: Die hilfebedürftigen Menschen stehen im Mittepunkt des Geschehens". Anschließend reichte Batschak die Symbole der LIGA-Federführung - Schreibfeder und Sitzungsglocke - an AWO-Landesgeschäftsführerin Ines Reimann-Matheis weiter.

Sozialminister Andreas Storm nahm den „Stafettenwechsel" zum Anlass, der LIGA Dank und Anerkennung zu zollen und weiterhin gute Zusammenarbeit anzubieten. „Sparen und dennoch sozial gestalten", hält Storm auch im „Haushaltsnotlageland Saarland" für möglich. Die bekannt kurzen Wege dürften dabei helfen, die Dinge in guter und fairer Kommunikation zu regeln, so der Minister.

So bekenne sich die Landesregierung zur Armutsbekämpfung, betonte Storm unter dem Verweis auf den Armutsbericht und den Aktionsplan des Landes. „Hier heißt es, auf soziale Ausgewogenheit achten und besonders bei Armutslagen zu helfen". Bei der Pflege wünscht sich der Minister, dass das Land zur Modellregion wird, in der der Zuschnitt der Pflege weiter verbessert und der Beruf der Pflegenden zusätzliche Attraktivität erhält. „Dafür brauchen wir aber mehr Geld im System". Hinsichtlich der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen sprach Storm sich für eine umfassende Reform und ein neues Leitbild im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention aus.

„Ob es nun Mildtätigkeit oder Fürsorge heißt oder Solidarität, wie bei der AWO: Wir alle leben und arbeiten für eine menschliche und soziale Gesellschaft", betonte der AWO-Landesvorsitzende Marcel Dubois in seiner Ansprache. Die Grundlagen des europaweit beispielhaften sozialen Ausgleichs in Deutschland seien im Zeitalter der Haushaltsnotlagen und Schuldenbremsen ins Wanken geraten. „Unser Sozialstaat ist in Gefahr", so Dubois. Wenn Zuschüsse einseitig gekürzt oder Kostensteigerungen nicht anerkannt würden, betreffe dies besonders die Arbeit der Wohlfahrtsverbände.

Herr Minister Storm, Frau Reimann-Matheis, Herr Batschak, Herr Dubois

Den Akteuren bleibe es daher nicht erspart, intensive Diskussionen zu Perspektiven und Ideen zur Weiterentwicklung ihrer sozialen Arbeit zu führen. „Wir müssen daran arbeiten, das Soziale und damit auch die Solidarität in unserer Gesellschaft fest zu verankern", appellierte Dubois an die Partnerverbände. „Und wir müssen mehr Profil zeigen und attraktiver werden für diejenigen, die sich für unsere Ziele begeistern lassen".

Wie gerufen kam dazu der Vortrag „Menschen für soziale Werte gewinnen" von Frank Prywer, Leiter der Unternehmensplanung beim ZDF. Der Medienfachmann ging dabei auch auf Möglichkeiten ein, wie sich die Wohlfahrtsverbände noch besser in der Öffentlichkeit präsentieren können. Danach sprach Ines Reimann-Matheis über die Perspektiven und Aufgaben der der LIGA für die nächsten zwei Jahre .


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