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"Die Menschen wollen arbeiten"

Jobcenter im Saarland können eine Weiterführung der sogenannten Arbeitsangelegenheiten ermöglichen

 

Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Saar begrüßt es sehr, dass die Bundesagentur für Arbeit (BA) eine Fortführung der sogenannten Arbeitsgelegenheiten ermöglicht. Hierfür hatten sich die in der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Saar zusammengeschlossenen Wohlfahrtsverbände eingesetzt, nachdem die Arbeitsgelegenheiten nach Paragraph 16d SGB II im Zuge der Pandemiebekämpfung ausgesetzt worden waren. 

Die neue Weisung der Bundesagentur für Arbeit zu den Arbeitsgelegenheiten sieht vor, dass die Jobcenter im Rahmen ihres Ermessens über die Durchführung von Arbeitsgelegenheiten entscheiden dürfen. Damit wird eine Weiterführung von Arbeitsgelegenheiten ermöglicht. Die Jobcenter haben dabei abzuwägen, ob der Nutzen der Teilnahme an einer Arbeitsgelegenheit für den Einzelnen das individuelle Gesundheitsrisiko überwiegt. Die Teilnahme an einer Arbeitsgelegenheit erfolgt zudem grundsätzlich freiwillig. Wer eine Fortführung oder Aufnahme einer AGH-Tätigkeit ablehnt, wird nicht sanktioniert. 

„Wir haben als Wohlfahrtsverbände in den vergangenen Wochen erlebt, was die durch das Corona-Virus bedingten Einschränkungen für die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen Menschen bedeutet“, sagt der LIGA Vorsitzende Pfarrer Udo Blank. Viele von ihnen seien einsam und hätten Ängste, die sich durch Corona noch weiter verstärkten. „Die Menschen benötigen Unterstützung in der Bewältigung des Alltags, bei Konflikten im häuslichen Umfeld, aber auch bei behördlichen Angelegenheiten“, betont Blank. Grundlage für die Weiterführung der Arbeitsgelegenheiten ist der Beschluss der Bundesregierung und die Regierungschefs der Bundesländer auf eine schrittweise Lockerung der Kontaktbeschränkungen. Die LIGA hofft nun, dass alle Jobcenter im Saarland eine Weiterführung der Arbeitsgelegenheiten ermöglichen, sofern der Gesundheitsschutz gesichert werden kann und die Freiwilligkeit gegeben ist. „Die Menschen wollen arbeiten. Die Arbeitsgelegenheiten sichern ihnen eine Tagesstruktur und sinnvolle Beschäftigung“, sagt Blank. 

„Wir werden als Maßnahmenträger dabei sicherstellen, dass die Schutzmaßnahmen nach den einheitlichen Arbeitsschutzstandards SARS-CoV-2 der Bundesregierung sowie den Regelungen im Land und in den Kommunen stets eingehalten werden“, betont Nortrud Bechter, Vorsitzende der „Landesarbeitsgemeinschaft Beschäftigung & Qualifizierung im Saarland“ und Mitglied des LIGA-Ausschusses Arbeit. 

Presseanfragen beantwortet Astrid Klein-Nalbach, Abteilungsleiterin „Berufliche Integration“ bei der Diakonie Saar: Telefon 0171 3084437.

 

Saarbrücken, 27. April 2020

 


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