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LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Saar fordert die Aussetzung von Zwangsräumungen während der Corona-Krise

Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Saar fordert Amtsgerichte auf, Zwangsräumungen während der Corona-Krise auszusetzen.

 

Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Saar fordert die saarländischen Amtsgerichte und Gerichtsvollzieher auf, Zwangsräumungen für die Zeit der Ausgangsbeschränkungen während der Corona-Krise auszusetzen. „Die Zwangsräumung einer alleinerziehenden Mutter mit zwei Kindern durch einen Gerichtsvollzieher letzte Woche in Saarbrücken ist in der derzeitigen Situation ein Skandal“, sagt die Vorsitzende des LIGA-Ausschusses Armut, Anne Fennel. Auch in anderen saarländischen Städten und Landkreisen würden Zwangsräumungen trotz Ausgangsbeschränkungen nicht aufgeschoben.

Im Fall der Saarbrücker Familie war ein Antrag auf Aufschub vom Amtsgericht abgelehnt worden. Die alleinerziehende Mutter musste mit ihren Kindern die Wohnung verlassen und wurde durch die Obdachlosenbehörde in eine andere Wohnung eingewiesen. Sie konnten lediglich mitnehmen, was sie tragen konnten.

Zwar dürften die Sachen und die Einrichtung, etwa eine Küche, noch abgeholt werden, doch dies zu organisieren sei derzeit fast unmöglich, da auch die Wohlfahrtsverbände durch die einschneidenden Beschränkungen nicht überall tätig werden dürfen.

Das verschärfe die Situation von Betroffenen.

 

„Während alle Bürgerinnen und Bürger aufgefordert sind, zu Hause zu bleiben, werden andere auf die Straße gesetzt“, sagt Fennel.

 

Weitere Fragen beantwortet gerne Anne Fennel, Tel. 06821/ 956-202, Mail: Anne-Fennel@dwsaar.de

 

 

 

Saarbrücken, 20. April 2020

 


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