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LIGA Saar fordert Bestandsschutz für bereits abgeschlossene Verträge für das Freiwillige Soziale Jahr

Bestandsschutz gefordert

 

Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege fordert von der Bundesregierung einen Bestandsschutz für die bereits abgeschlossenen Verträge für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ). „Die neue Vorschrift des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) zum Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist ein Wortbruch gegenüber den Ländern, den Trägern und den Freiwilligen", kritisiert der Vorsitzende der LIGA, Diakonie-Pfarrer Udo Blank. Das BMFSFJ besteht aktuell darauf, dass für drei Plätze im FSJ von demselben Träger zwei Plätze im BFD, der als Ersatz für den Zivildienst geschaffen wurde, besetzt werden. Dies entspreche nicht den bisherigen Absprachen und Vorgaben, die für jeden FSJ-Platz ohne Bedingung einen Zuschuss zusage, so Blank.

Die Bundesregierung habe erst vor sechs Wochen die Werbekampagne für den Bundesfreiwilligendienstes gestartet. „Daher ist es nicht verwunderlich, dass innerhalb von 28 Tagen die Zahl der Freiwilligen hinter den Erwartungen zurück bleiben", so der Vorsitzende der LIGA. Die Träger des BFD benötigten Zeit für den Aufbau des BFD, damit sich der neue Dienst entwickeln und Freiwillige gewonnen werden könnten. Trotzdem sei es den Trägern im Saarland bereits gelungen, rund 130 Freiwillige für den BFD unter Vertrag zu nehmen.

Die LIGA beklagt zudem, dass es bisher noch keine finanzielle Unterstützung der Bundesregierung für die Träger gab, um die notwendigen Vorarbeiten für den BFD zu meistern. Die Wohlfahrtsverbände seien bislang in Vorleistung getreten.
Blank befürchtet, dass die aktuelle Diskussion auch dem Freiwilligen Sozialen Jahr schade, welches seit 50 Jahren existiere und in dem unzählige junge Menschen wichtige Erfahrungen gemacht hätten. Er fordert das Bundesfamilienministerium auf, zu einer partnerschaftlichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Trägern zurückzukehren.

Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Saar ist der Zusammenschluss der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege im Saarland. Ihr gehören an: die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas, der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie und die Synagogengemeinde Saar. Das gemeinsame Ziel ist die Sicherung und Weiterentwicklung der sozialen Arbeit durch gemeinschaftliche Initiativen und sozialpolitische Aktivitäten.

Saarbrücken, Juli 2011

 

 


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