4. November 2020 – Pressemeldung Suchtberatung

Die LIGA der freien Wohlfahrtspflege Saar und die Landesstelle für Suchtfragen fordern zu Finanzierung der Suchtberatungsstellen verbindliche Förderrichtlinien für alle saarländischen Landkreise.

„Suchtberatung braucht eine stabile, verlässliche und kostendeckende Finanzierung“, fordertPfarrer Udo Blank, Vorsitzender der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Saar. „Sie ist systemrelevant und trägt nachweislich dazu bei, die Chronifizierung und die Folgekosten von Abhängigkeitserkrankungen zu verringern!“

Mit einem bundesweiten Aktionstag macht die Suchtberatung am 4. November unter dem Motto „Kommunal wertvoll!“ auf die Dringlichkeit der (Weiter-)Finanzierung und die Zukunftssicherung der Beratungsstellen aufmerksam. Im Saarland erreichten im Jahr 2019 sieben Suchtberatungsstellen an 16 verschiedenen Standorten rund 3800 Abhängigkeitskranke und ihre Angehörige. Sie beraten, behandeln und begleiten, unterstützen und stabilisieren in Krisen sowie in dauerhaft herausforderndenLebenssituationen. Nicht zuletzt in der Corona-Krise zeigt sich, dass viele Menschen Unterstützung brauchen. Blank fürchtet, dass die Auswirkungen der Pandemie aber erst in den nächsten Jahren zu spüren sein wird.

Derzeit wird im Saarland die Suchtkrankenhilfe finanziell neu strukturiert. Das Land übernimmt zukünftig die Kosten für die Suchtprävention, die Kreise für die Suchtberatung. „Dabei ist wichtig, dass Suchtprävention und Suchtberatung, auch wenn sie bei unterschiedlichen Trägern angesiedelt sind, weiterhin vernetzt zusammenarbeiten“, erläutert Andreas Heinz, Vorsitzender der Landesstelle. In der praktischen Arbeit sind Beratung und Prävention nicht trennscharf voneinander abzugrenzen. Deshalb müssten die Mitarbeitenden Hand in Hand arbeiten, etwa wenn sie in derselben Familie tätig sind, betont Heinz.

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